Je nach Aussaattermin unterscheidet man zwischen dem zarten Frühlings- und
Sommerspinat
(Ernte von März bis Mai),
der auch als Salat gegessen werden kann, und dem kräftigeren, langstieligen
Herbst- und Winterspinat
(Ernte von September bis November),
der immer gekocht wird.
Maschinengeernteter Spinat kommt mit Wurzeln in den Handel (Wurzelspinat), der
teurere, handgeerntete ohne (Blattspinat), was jedoch keinen Einfluss auf die
Qualität hat.
85 % der Spinaternte werden von der Lebensmittelindustrie zu
Konserven (meist Tiefkühlkost) und Fertiggerichten verarbeitet. Der jährliche
Pro-Kopf-Verbrauch von Spinat liegt in Deutschland bei etwa 800 Gramm.
Zur Zubereitung von frischem Spinat sollte er zuerst gründlich gewaschen und von
den Stielen befreit werden. Die Garzeit ist sehr kurz, fünf bis zehn Minuten
genügen. Die einfachste Zubereitung ist, ihn noch nass ohne weitere
Flüssigkeitszugabe in einen Topf zu geben und zugedeckt unter gelegentlichem
Rühren zu garen, bis er zusammengefallen ist. Anschließend kann er nach
Geschmack mit z. B. Salz, Pfeffer, Knoblauch und Olivenöl abgeschmeckt werden.
Bei dieser Art der Zubereitung bleiben auch die meisten Inhaltsstoffe erhalten.
Für Spinatpüree wird der rohe Spinat mit kochendem Wasser überbrüht,
ausgedrückt, gehackt oder püriert und je nach Rezept mit weiteren Zutaten wie
abgeschwitzten Zwiebeln, Kraftsauce, Butter, Béchamelsauce und Sahne ergänzt.
Ein beliebtes Gewürz ist Muskatnuss. In der deutschen Küche wird pürierter
Spinat traditionell in Begleitung von Eiern (als Spiegelei oder Verlorenes Ei)
mit Kartoffeln serviert.
Um sowohl den leicht metallisch-bitteren, etwas adstringierenden Geschmack zu
mildern, als auch den Nitratgehalt (um 40–70%) zu verringern, kann man den
Spinat vor der weiteren Zubereitung blanchieren, wodurch er aber auch einen Teil
seiner anderen Inhaltsstoffe verliert.
Da sich bei rohem wie bei gekochtem Spinat das enthaltene Nitrat mit der Zeit
bakteriell zu Nitrit und anschließend zu giftigen Nitrosaminen umwandelt, sollte
er möglichst frisch verzehrt werden. Die Empfehlung, Spinatgerichte nicht
aufzuwärmen, stammt jedoch aus der Zeit vor der Erfindung des Kühlschranks. Er
sollte dennoch roh innerhalb von bis zu zwei Tagen zubereitet und gekocht, nur
einen Tag aufbewahrt werden.
Spinat wird auch zum Grünfärben anderer Lebensmittel wie z. B. Nudeln verwendet.
Dazu wird er zuerst zu Spinatmatte verarbeitet. Weiter dient Spinat auch zur
Gewinnung von Chlorophyll, das Mundwässern und geruchbindenden Produkten
zugegeben wird.
Spezielle Berühmtheit erlangte Spinat mit dem Comic-Helden Popeye, der durch den
Konsum von Dosenspinat übermenschliche Kräfte erwirbt.
In diesem Sinne, guten Appetit.