Ist wirklich so viel Eisen im Spinat?
Manche Missverständnisse verändern das Leben von vielen Tausenden Menschen auf
dieser Welt.
Und sicher haben Sie sich als Kind auch immer anhören müssen, dass
Sie Ihren Spinat aufessen sollen, da dieser soviel Eisen enthält, oder?
Aber dies ist ein Irrtum
Vor 100 Jahren hat sich jemand beim Schreiben einer Nährwert-Tabelle um eine
Kommastelle vertan. Sie haben richtig gelesen, er hat sich vertan! Seit dieser
Zeit wird dem Spinat 10 mal mehr Eisen zugesprochen, als er in wirklich hat.
Der tatsächliche Eisengehalt von 2,9 mg in 100 Gramm Spinat wurde plötzlich zu
29 mg.
Dieser Kommafehler wurde von Generation zu Generation so weitergegeben.
Ernährungswissenschaftler haben jedoch festgestellt, dass Spinat einen hohen
Anteil an Vitamin B1 und B2, Folsäure und Magnesium enthält.
Dieses Gemüse scheint zwar immer noch ein relativ guter Eisenlieferant zu sein,
aber enthält auch einen hohen Anteil an Stoffen wie Oxalsäure, die die Aufnahme
von Eisen im Darm hemmt. Das Eisen aus dem Spinat kann also von unserem Körper
nicht optimal aufgenommen werden. Dagegen kann Eisen aus tierischen Lebensmittel
gut vom unserem Darm aufgenommen werden. Mehr Fleisch essen?
Unser gesundes Motto
Von allem ein bisschen! Denn wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt,
läuft kaum Gefahr, einen Eisenmangel zu bekommen.
Oxalsäure
(systematischer Name: Ethandisäure) ist die einfachste Dicarbonsäure. Ihre Salze heißen Ethandioate, veraltet aber noch verbreitet: Oxalate. Oxalsäure ist auch ein Reduktionsmittel und kann daher quantitativ durch Titration mit einem Oxidationsmittel wie Kaliumpermanganat bestimmt werden, dabei entsteht Kohlenstoffdioxid als Oxidationsprodukt.
Quelle:
Wikipedia