Ein Vorläufer des bei uns bekannten Spinats war vermutlich in Persien als „ispanāğ“
kultiviert worden und wurde von den Arabern als „isbanāh“ nach Spanien gebracht.
Dort wurde zum ersten mal im 9. Jahrhundert von ihm berichtet.
In Spanien wandelte sich der Name zu „espinaca“. In Mitteleuropa erwähnte ihn im
13. Jahrhundert erstmals Albertus Magnus: „Er übertrifft die Melde, besitzt
borretschähnliche Blätter, wegerichähnliche Blüten und stachelige Früchte.
Im Mainzer Hortus Sanitatis von 1485 wird er noch als Heilpflanze angesehen. Der
Botaniker Leonhart Fuchs nannte ihn 1543 in seinem Kräuterbuch „Spinachia“ und
schrieb: „Spinat oder Spinet
würdt auch Beynetsch genent
auf arabisch Hispanach
… als Hispanachkraut, vielleicht darum, das er aus Hispania erstlich in anderer
Nation ist gebracht worden … Sie hilft bei Verdauungsstörungen und wird auch
äußerlich verwendet.
Zu dieser Zeit war Spinat bereits weit verbreitet und verdrängte als Gemüse
zusehends die im Mittelalter beliebte, verwandte Gartenmelde. Heute wird Echter
Spinat weltweit, mit Ausnahme der Tropen, angebaut, in Europa vor allem in
Italien, Frankreich und Deutschland.
Spinat gibt es sowohl in glatt- als auch in krausblätterigen Varietäten und mit
glatten oder stacheligen Samen. Die Europäer ziehen meist die Sorten mit glatten
Samen vor, weil diese angeblich besser schmecken.
Aber wie wir alle wissen: über Geschmack lässt sich bekanntlich (nicht)
streiten.
Sollten sie anderer Meinung sein, so teilen sie uns dies bitte mit. Dies gilt
gleichzeitig auch für die Herkunft des Spinates.